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Aufnahmen von Fluoreszenzmarker, der die Qualitätssicherung erleichtert

© Fluoreszenzmarker Qualitätssicherung, RIO GmbH Siegen.

Auch dieses Mal scheuten unsere Mitglieder die Morgenstunde nicht und waren wieder zahlreich über Zoom bei der nunmehr 41. Frühschicht vertreten. Auf dem Programm: „Ich sehe was, was du nicht siehst: Wie Fluoreszenzmarker Qualitätssicherung erleichtern“ – und damit interessanter Input aus unserer Mitgliedsfirma RIO GmbH in Siegen, einem Prüflabor mit Expertise in den Bereichen Oberflächen-, Werkstoff- und Verfahrens- technik.
Referent M. Sc. Jens Wunderlich, Projektleiter Chemische Analytik (Abteilung Schadens- analytik + Entwicklung) bei der RIO GmbH, gelang es schnell, für das Thema zu begeistern.
Vortragsbasis bildete zunächst eine Einführung in die Grundlagen der Fluoreszenz und der Phosphoreszenz. Anhand des vorgestellten Jablonski-Diagramms konnten alle Frühschicht- Teilnehmer nachvollziehen, wie Lumineszenz, und damit das „Leuchten“, entsteht. Spannend auch zu erfahren, dass es für die Qualitätssicherung von großer Bedeutung ist, die Eigenschaften von fluoreszierendem Markern vor dem Einsatz sorgfältig zu prüfen. Deren Reaktion ist nämlich von einer Vielzahl von Faktoren abhängig – unter anderem von der chemischen Umgebung.
Wie Jens Wunderlich ausführte, gibt es für Fluoreszenzmarker ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten sowohl im Alltag als auch in der Wissenschaft. Die RIO GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Weiterentwicklung zu befeuern und ist mit dem 2018 aufgelegten Projekt „LumoFilm“ auf einem sehr guten Weg. Ziel ist, eine schnelle, kostengünstige und fertigungsnahe Nachweismethode für organische Prozessadditive mittels lumineszierender Stoffe zu erschaffen und diese in ein InLine-taugliches QS-Verfahren einzubetten.
Fünf Etappen, so Jens Wunderlich, markieren dabei die Vorgehensweise. Anhand des individuell vorliegenden Anforderungsprofils, das in einem ersten Schritt definiert wird, folgt in einem zweiten Schritt die Auswahl eines passenden Fluoreszenzmarkers, der in einem dritten und vierten Schritt zunächst einen qualitativen und danach einen quantitativen Nachweis des Prozessmediums erbringt. So kann in der Folge, nachdem die Messung durch eine weitere Methode validiert wurde, der Prozess auf InLine-Tauglichkeit geprüft und in die Serienfertigung implementiert werden.
Augenblicklich ist die RIO GmbH noch auf der Suche nach Partnern mit Expertise beim Einsatz von digitaler Bildverarbeitung und Künstlicher Intelligenz, um schließlich noch einen weiteren, letzten Schritt gehen zu können: Die Auswertung der durch den Fluoreszenzmarker sichtbar gemachten Defekte am Bauteil. Auch für die Zusendung von Proben zur Bemusterung mittels Fluoreszenz ist die RIO GmbH offen.
Mit dieser Botschaft beendete Jens Wunderlich seinen Vortrag, um gleich darauf für Fragen der Frühschicht-Teilnehmer zur Verfügung zu stehen.
Im Namen des Kompetenznetzwerks für Oberflächentechnik bedanken wir uns recht herzlich bei der RIO GmbH, insbesondere Herrn Jens Wunderlich, für seinen interessanten Vortrag sowie bei allen Teilnehmern für Ihre Beiträge.