Nachlese der 40. Frühschicht des Kompetenznetzwerks für Oberflächentechnik e.V.

Nachlese der 40. Frühschicht des Kompetenznetzwerks für Oberflächentechnik e.V.

Am 28.01.2021 trafen sich die Mitglieder des Kompetenznetzwerks für Oberflächentechnik e.V.
über Zoom, um mit Uwe Feller von FellerYachting und FellerDesign über dessen
Innovationswerkstatt zu diskutieren. Herr Feller, der schon seit Gründung seines Unternehmens
vor über fünfzehn Jahren Projekte mit Studenten umsetzt, hatte 2019 die Idee, diese
Zusammenarbeit zu konkretisieren, da nach seiner Erfahrung die Studenten „immer verdammt
gut“ waren. Dazu begann er im vergangenen Jahr Räumlichkeiten vorzubereiten, in denen kreative
Ideen umgesetzt werden können.

Durch die umfangreiche Expertise von Herrn Feller im Bereich des Designs, der CAD-Konstruktion
und der Fertigung von Wasserfahrzeugen entstanden so bereits interessante Synergien in
Projekten mit Studenten. Der Werdegang von Uwe Feller vom klassisch in England ausgebildeten
Bootsbauer bis hin zum Designstudium in Köln liefert ein umfangreiches Repertoire an
Kompetenzen, die auch von maritimen Forschungseinrichtungen genutzt werden.
So entwickelt Uwe Feller zusammen mit verschiedenen Partnern auch Unterwasserfahrzeuge und
Bojen mit Kapazitäten von bis zu 6000 Metern Tiefe. Auch effiziente und emissionsarme
Propulsions- und Antriebssysteme sind bei FellerYachting seit Langem ein Thema. Die Bearbeitung
von speziellen Oberflächen- und Kernmaterialien kann in der umfangreich ausgestatteten
Werkstatt z.B. von einem selbst programmierten 6-Achs Roboter ausgeführt werden.
Ziel der Frühschicht war es, dass Herr Feller sich als Mitglied des Kompetenznetzwerks für
Oberflächentechnik e.V. und sein Konzept der Innovationswerkstatt als Technologieträger vorstellt
und sich alle Anwesenden an einer anschließenden Diskussion beteiligen und neue Impulse
entstehen.

Herr Feller möchte eine offene und kooperative Atmosphäre in seiner Werkstatt schaffen und der
Frage nachgehen: „Wie geht das denn überhaupt mit dieser Innovation?“ Denn Innovation kann
nur funktionieren, wenn ein interdisziplinärer Austausch auf Augenhöhe statt findet.
Hierbei geht es darum, durch eine Synergie zwischen Unternehmen und ihren individuellen
Kompetenzen und Studierenden aus verwandten Bereichen zukunftsweisenden Mehrwert für alle
zu schaffen. Zum einen können viele Projekte oder Produktideen vor allem von mittelständischen
Unternehmen aus Finanzmängeln nicht umgesetzt werden. Zum anderen ist die Industrie in vielen
Bereichen in der Forschung den Hochschulen heutzutage voraus. Wenn also diese angestrebten
Projekte und Ideen über die Innovationswerkstatt mithilfe von Studierenden, die Semesterpraktika
absolvieren, kosteneffizienter umgesetzt und ausgetestet werden können, ist es ein Gewinn für
alle Beteiligten.

Parallel dazu soll die Innovationswerkstatt als neutraler Technologieträger dienen, in dem
Unternehmen interdisziplinär ihre individuelle Expertise poolen können, um Lösungen für
Herausforderungen zu finden – Stichwort „Open Innovation“, wie Herr Wörheide treffend
anmerkte. Als Beispiel hierfür stellte Herr Feller sein „E-Jetski“ vor, das nur möglich ist, wenn
verschiedene Kompetenzen zusammen kommen – Sensorentechnik, Oberflächentechnik,
Elektromotoren, etc. Vereinsmitglieder sollen ermutigt werden zu sagen „Wir brauchen das und
das. Wer kann es beitragen?“

Weitere Informationen zur Innovationswerkstatt finden Sie unter https://innovationswerkstatt.ruhr/.

Über den Autor

Rene Ladwig editor